Jeder, der schon mal einen Hund vom Welpenalter bis zur letzten Minute seines Lebens begleitet hat, wird uns Recht geben, dass man sich in dieser Zeit auf eine Reise begibt, die einem viele schöne Erlebnisse, Freude, Spaß aber auch Kummer und Sorgen bringt.
Sie erfordert deshalb Mut und die Bereitschaft, für seinen Hund immer da zu sein. Man wird viel lernen über sich selbst, über andere Menschen und vor allem über die Treue eines bescheidenen Freundes, der dir aus seinen Hundeaugen sagt „ es kommt nicht darauf an, wo wir sind und was wir tun, so lange wir zusammen sind“. 
 
                                                                                                                       (im Bild Beth)
Man lernt auf diesem Weg vom Alltagsstress abzuschalten und sich wieder an den einfachen Dingen des Lebens zu erfreuen. Über Pfützen und Bäche springen, im Wasser toben, Bälle jagen und Stöcke werfen, faul in der Sonne dösen - die Hand im Fell vergraben, im Schnee spielen, Ruhe zu spüren beim Schnarchen seines Hundes - das wärmende Fell auf seinen Füßen.
Das Haus wird schmutziger und haariger, man trägt keine helle Kleidung mehr und hat oft Löcher in T-Shirts und Hosen, kauft Fusselbürsten und sucht (zumindest im Welpenalter) ständig seine Hausschuhe. In allen Taschen findet man Hundekekse und Leckerlis und wenn Besuch kommt ist man in Erklärungsnot, warum altes Knüllpapier, ein paar verknotete Socken, ein altes Handtuch und völlig zerknautschte Spielsachen auf dem Boden liegen.

Man lernt aber auch bescheiden zu sein. Wie oft schämt man sich beim Blick in die Augen seines Hundes? So viel Freude und Liebe nur weil man da ist. Die Hunde sehen in uns nicht die fehlerhaften Menschen, die manchmal widersprüchlich und stur, launisch und vergesslich sind, sie sehen in uns nur ihren Begleiter,  den sie lieben und dem sie gefallen wollen. Tun wir es ihnen gleich?
(im Bild Ffine)
 
Man muss aber auch vor diese Reise warnen, denn sie wird nicht ohne das Gefühl von Hilflosigkeit und Schmerz sein.
Liebe und Schmerz sind nicht zu trennen und das Herz zerreißt, wenn man die Stärke finden muss, sich eines Tages für immer von seinem Hund zu verabschieden.
Das Leben eines Hundes ist für die, die ihn lieben, viel zu kurz. In dieser kurzen Zeit war er einfach nur da, um uns all seine Liebe und Treue zu geben, jedes Bisschen seiner Seele und seines Herzens, bis am Ende nichts mehr davon übrig bleibt außer ein letzter treuer Blick und Reihe schöner Erinnerungen.
 
 
 
Die treue Ergebenheit eines Hundes ist ein Geschenk der Natur, erweisen wir uns Ihrer als würdig!
 
Wir werden euch nie vergessen!

Bessy la boheme
Anka von der Morgenleite
Beth
Fabienne vom Bogendreieck
Arras von der Puppenstube, gest. 11.10.2014 (Video hier klicken)