Kleiner Hund - große Verantwortung

 

Welpen sind kleine Überaschungspakte aus denen man das Beste selbst herausholen muss. Es liegt ganz in unserer Hand, wie sich der Welpe entwickelt. Im Welpenalter wird der Grundstein für die zukünftige Entwicklung des Hundes gelegt. Wir können mit einer liebevollen konsequenten Erziehung und einer sorgfältigen Sozialisierung dazu beitragen, dass unser Rottweiler ein würdiger Vertreter seiner Rasse wird.

Es steht außer Frage, dass Welpen aus einem Wurf ganz unterschiedliche Veranlagungen mit sich bringen können. Es gibt Draufgänger, Muskelprotze, kleine Diplomaten, Clowns und eher zurückhaltende Angsthasen. Oft zeichnet sich bereits im Welpenalter ab, welche Probleme es mit dem Hund evtl. mal geben könnte.  Wie sich sein Wesen jedoch tatsächlich entwickelt, hängt noch von vielen weiteren Faktoren ab, denn die Aufzucht der Welpen, das Lebensumfeld, der Kontakt zum Züchter und natürlich die Beziehung zum neuen Besitzer spielen eine erhebliche Rolle.


 

 

Deshalb ist eine gute Sozialisierung und Erziehung ganz wichtig, denn Erfahrung macht klug und selbstsicher und prägt bestimmte Verhaltensschemen. Die Intelligenz des Hundes ist nicht nur von seiner Abstammung abhängig, denn je mehr ein Hundewelpe erlebt, desto ausgeprägter wird seine Gehirnleistung - er wird intelligenter und hat bessere soziale Fähigkeiten mit Problemen in seinem Umfeld umzugehen und sie zu lösen.

 

 

 

 

Deshalb ist es wichtig, die Entwicklungsphasen des Hundes zu kennen und auszunutzen:

  • bis 8. Woche         Prägungsphase
  • 8. - 12. Woche      Sozialisierungsphase
  • 12.-18. Woche      Umweltsozialisierung
  • 13.-16. Woche      Rangordnungsphase
  • ab 5. Monat           Rudelordnungsphase
  • ab 6. Monat           Flegelalter
  • 7. - 15. Monat        1. Pubertät
  • 10.- 8. Monat         Geschlechtsreife
  • 18.-24. Monat        2. Pubertät
  • ab 2 Jahre             Zeit der Reife
  • ca. 3 Jahre            endlich erwachsen :-)


 

Die Förderung während der ersten Wochen beim Züchter und auch beim neuen Besitzer ist entscheidend für die Entwicklung des Hundes. Ein Welpe, der sich z.B. in den ersten 4 Monaten seines Lebens frei und ohne Angst bewegen und alles stressfrei erkunden durfte  hat unendlich viel und Unersetzliches fürs weitere Leben gelernt.

 Die Wesensveranlagung unseres Rottweilers bildet sich endgültig zwischen dem 21. und ca. 112. Tag heraus. Das ist eine sehr kurze Zeit, die intensiv ausgenutzt werden sollte. Auch ein Hund mit besten Erbanlagen kann später erhebliche Wesensmängel zeigen, wenn er in den ersten Wochen nicht genügend Erfahrungen sammeln konnte. Schwierige, wesensschwache, unsichere, ängstliche Hunde werden nicht geboren, sondern erzogen! Was wir in der heutigen Zeit brauchen, sind kluge, selbstsichere, wesensstarke Rottweiler - aber keine aggressiven, ängstlich-nervösen Hunde, die das Kampfhundeimage schüren helfen.

 

 

Wenn man noch keine Erfahrungen bei der Hundeerziehung hat, sollte man deshalb gut gewappnet sein und sich vorher schon einige Tipps oder Ansprechpartner (Hundesportvereine, Hundeschulen, Züchter) suchen, denn z.B. die Sozialisierungsphase ist so kurz, dass die Welpenerziehung ein Wettlauf mit der Zeit ist.

 

 

Bis etwa zur 20. Lebenswoche durchlebt der Welpe eine Reihe von Entwicklungsphasen, in welchen sein späteres Verhalten geprägt wird. So sorgt die Natur dafür, dass der Welpe schnellstmöglich die individuellen Rudelregeln und Gefahren seines Umfeldes tief verinnerlicht. Diese Prägung kann in der Regel nur in einem sehr kurzen, als sensible oder kritische Phase bezeichneten Zeitabschnitt stattfinden. Danach schließt sich das Zeitfenster wieder. Verstreicht dieser Zeitraum ungenutzt, ist die Prägungsbereitschaft des Hundes vorüber oder stark eingeschränkt.

 

 

Umgekehrt ist bei erfolgter Prägung ein Umlernen nur sehr schwer möglich. Fehlen dem Welpen in dieser Zeit soziale Kontakte und Umwelterfahrungen, ist er später kaum dazu fähig, normale soziale Beziehungen und Umweltsicherheit zu entwickeln.

Sie haben es also in der Hand, was aus Ihrem Welpen in der Zukunft wird - nutzen Sie diese Chance und seien Sie sich dieser anspruchsvollen Aufgabe bewusst. Die Zeit die Sie dafür benötigen ist eine sinnvolle Investition!

.....und ganz nebenbei gesagt, Hundeerziehung kann auch Spaß machen, der Erfolg belohnt Sie für Ihre Mühe!

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